Workshop „Make chocolate fair!“

Am 14. November nahmen acht ehemalige Volontärinnen an einem Workshop zur „Make chocolate fair“ Kampagne teil. Sechs dieser Teilnehmerinnen sind selbst Teil des Bildungsteams und nahmen so nicht nur aus persönlichem Interesse teil, sondern sehen diese Veranstaltung auch als Weiterbildung für ihre ehrenamtliche entwicklungspolitische Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen.

Den Vormittag durften wir mit Bernhard, Fortin und Otalia verbringen. Bernhard arbeitet für „Südwind“ und koordiniert das Projekt „Make Chocolate Fair!“. Fortin ist Kakaobauer aus der Elfenbeinküste und außerdem Generalsekretär der Kooperative CANN (ein Zusammenschluss von 600 Kakaobauern und –bäuerinnen) und Präsident des West Africa Cocoa Network. Otalia hat uns den gesamten Vormittag als Dolmetscherin begleitet.

Der erste inhaltliche Teil war ein Überblick über die Kampagne „Make chocolate fair!“. Die Forderungen an Schokoladeproduzenten begleiteten uns inhaltlich den gesamten Vormittag und bestehen im Kern aus vier Punkten:

Make chocolate fair

Es folgten Themen wie,

  • Wie hat sich der Weltmarkpreis in den letzten Jahrzehnten entwickelt und was sind die Gründe?
  • Was bewirken Spekulationen mit Rohstoffen wie Kakaobohnen?
  • Wie wird der Verkaufspreis schon Schokolade prozentuell unter den Stakholdern verteilt?
  • Wie viel verdienen Kakaobauern und Kakaobäuerinnen und die beschäftigten Arbeiter_innen?

Die Teilnehmerinnen bekamen einen Crashkurs über die wichtigsten Kakaozertifikate. Auch die Frage, welcher Stellenwert markeneigenen Label oder Zertifizierungs- und Kontrollprogrammen beizumessen ist, wurde angesprochen. Thematisiert wurde außerdem die Entwicklung von Schokolade vom Luxus- zum Massenprodukt.

Wir diskutieren Punkte wie die Definitionen von Kinderarbeit in verschiedenen Ländern und die Frage ob sich die Kakaoproduzent_innen Westafrikas ihrer Macht (durch den sehr großen Weltmarktanteil) bewusst sind.

J1W Make Chocolate Fair!_2 - Kopie

Am Nachmittag folgte ein Workshop über das „Theater der Unterdrückten“ mit Mag@. Hier wurde mit den verschiedenen Methoden an entwicklungspolitischen Themen weitergearbeitet.

Durch soziometrische Aufstellungen zu verschiedenen Stichwörtern und das gestalten von menschlichen Statuen zu unterschiedlichen Themen wurde versucht Gefühle und Gedanken auszudrücken. Außerdem wurde mit der Methode des Forumtheaters gearbeitet. Dabei wird von einigen Personen ein Konflikt dargestellt, im Unterschied zum „klassischen Theater“ haben die Zuseher_innen aber nicht nur eine Beobachter_innen-Rolle sondern können die unterdrückte/benachteiligte Person ersetzten und somit verschiedene Lösungswege für die Situation erproben.

J1W Make Chocolate Fair!_3 - Kopie

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