Workshop „Diagnose: Helfersyndrom“

Bereits zum 2. Mal fand heuer die Veranstaltung „Dialog für EINE Welt“ statt, die wieder Raum für Begegnung und Dialog über Generations-, Kultur- und Religionsgrenzen hinweg, bot. Eingeladen waren alle Eine-Welt-Engagierte, um sich über ihre persönlichen Eine-Welt-Erfahrungen und Themen rund um globale Gerechtigkeit, alternative Wirtschaftsformen, Friedensarbeit und Entwicklungspolitik auszutauschen.

Wenn wir uns für globale Gerechtigkeit in der Einen Welt engagieren, wollen wir denjenigen helfen, denen es „nicht so gut geht wie uns“. Doch woher nehmen wir uns das Definitionsrecht von „(Unter-) Entwicklung“? Gibt es da nicht Parallelen zu Kolonialismus und Rassismus?

Genau mit diesen postkolonialen Kontinuitäten in der Entwicklungszusammenarbeit und Sprache haben wir uns im Workshop „Diagnose: Helfersyndrom“ gemeinsam auseinandergesetzt. Wir haben Begriffe auf ihren historischen Ursprung analysiert und uns der Frage gestellt, was unsere eigene, strukturell bedingt gute Ausgangssituation für unsere Arbeit in der Einen Welt bedeutet. Indem wir die Reproduzierbarkeit von Rassismus aufgezeigt haben, ist uns klar geworden, dass es nicht reicht, von sich selber zu behaupten, antirassistisch zu sein, sondern dafür ein aktives Handeln notwendig ist, um Kreislauf zu unterbrechen.

Es ging uns nicht darum, allgemeine Lösungen zu finden, sondern vor allem darum, ein Problembewusstsein für einen Selbstreflexionsprozess zu schaffen. Danke an die Teilnehmenden für die kritischen Fragen, spannenden Diskussionen und Anregungen zum Weiterdenken!

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